Kalte Fusion betritt UN-Bühne

Am 11. Januar 2012 wird die Kalte Fusion erstmals auf einer Energiekonferenz diskutiert, die von einer UN-akkreditierten Organisation organisiert wird. An diesem Tag hält Francesco Celani, Physikprofessor am italienischen National Institute for Nuclear Physics und Vizepräsident der International Society for Condensed Matter Nuclear Science, auf der World Sustainable Energy Conference einen Vortrag zum Stand der Festkörperkernforschung. Titel: „Progress, in the Condensed Matter Nuclear Science, on excess energy production: toward practical applications?“ Auszug aus dem Abstract:

Was aktuelle Behauptungen sehr großer Produktionen von Überschussleistung in „mikro-nano-strukturiertem Nickel“ in Interaktion mit H2 bei hohen Drücken und Temperaturen angeht, die von Gruppen aus Italien und Griechenland kommen, müssen wir betonen, dass beide Gruppen es (laut eigenen Angaben aus Patent/Geschäfts-Gründen) bis heute abgelehnt haben, ihre Apparate unabhängig testen zu lassen.Aus wissenschaftlicher Sicht können wir daher nichts zu ihrer Arbeit sagen. Im November hatte F. Celani dem Italiener A. Rossi in einem weitverbreiteten Wissenschaftsmagazin (Focus) angeboten, einen seiner 10kW-Geräte zu validieren. Auch die öffentliche „Überzeugungsarbeit“ von Nobelpreisträger Brian Josephson war nicht ausreichend, Zugang zu dem Gerät für wissenschaftliche und wirklich unabhängige Tests zu erhalten.

Dennoch sind wir davon überzeugt, dass bis heute so viele Belege von ernsthaften Wissenschaftlern erbracht worden sind, dass die Realität niederenergetischer Kernreaktionen vielleicht schon bald durch die ganze wissenschaftliche Communiy anerkannt werden wird, was die Erforschung ihres Potenzials für praktische Anwendungen und als nachhaltige, praktisch unbegrenzte Energiequelle einleuten würde.

Celani hatte Rossi sein Angebot am 18. November 2011 unterbreitet. Rossi hatte in derselben Onlineausgabe dankend abgelehnt.

Celanis Vortrag folgt eine zweistündige Diskussion in einer Arbeitsgruppe zu neuen Energiesystemen. Mit der Konferenz wird das World Sustainable Energy Year 2012 eingeleitet. Es sollen Energieempfehlungen für die United Nations Conference on Sustainable Development Rio+20 erarbeitet werden, die im Juni 2012 stattfinden wird.

Vorsitzender der Konferenz ist Gustav Grob, Generalsekretär und Initiator der UN-akkreditierten International Sustainable Energy Organisation. 2005 hatte er in einem Interview für Telepolis gesagt:

Ich glaube, dass die Energiegewinnung aus Materie mittels physikalischer Chemieverfahren zukünftig eine wichtige Rolle spielen wird. Ich denke dabei nicht an die heiße Fusion, die sich wieder nur in Großkraftwerken realisieren lassen würde, sondern an neuartige, dezentrale Systeme, sprich: Aggregate im Keller, die ein Haus integral mit Energie versorgen.

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